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Montag, 15. Mai 2017

Trump, unzufrieden mit Kabinett und Mitarbeitern, plant einen umfassenden Personalumbau

Trump Plaza: Die Betonung liegt auf Casino

Von Mike Allen für www.Axios.com, 14. Mai 2017

Auf das Bitten von langjährigen Freunden und Beratern außerhalb des politischen Zirkus, die der Öffentlichkeit überwiegend unbekannt sind, erwägt Präsident Trump einen "umfassenden Neustart", in dessen Rahmen jeder vom Stabschef Reince Priebus, über den Chefstrategen Steve Bannon, bis hin zu Pressesprecher Sean Spicer seine Position verlieren könnte, wie mir Quellen im Weißen Haus mitteilten.

Laut Quelle ist Trump unzufrieden mit mehreren Kabinettsmitgliedern:

"Er ist frustriert und verärgert mit allen."

Die Gespräche intensivierten sich in dieser Woche im Nachhall von Comeys Entlassung, mit der das Weiße Haus vom Chaos in die Krise glitt. Trumps Freunde sagen ihm, dass viele seiner Spitzenberater nicht wissen, wie sie mit ihm arbeiten sollen und verweisen darauf, dass nicht seine Zustimmungswerte steigen, sondern die Enthüllungen. Die Quelle sagte:

"Ihm wird geraten eine große Nummer durchzuziehen - dass er nichts zu verlieren hat.

Die Frage ist nun, wie groß es wird und wie mutig er ist. Ich bin mir nicht sicher, ob er selbst die Antwort darauf bereits kennt."

Sollte Trump das Vorhaben in die Tat umsetzen, dann würde sein innerer Zirkel im Weißen Haus von einem Kreis auf eine gerade Linie schrumpfen bestehend au Familienmitgliedern in ihren 30ern ohne jegliche Regierungserfahrung: Jared und Ivanka. Auch wenn dadurch Streitereien und Enthüllungen weniger würden, so dürften die Probleme selbst nicht weniger werden, da der Präsident die Ansagen gibt und nicht die Mitarbeiter.

Ein Hinweis: Trump spricht oft vom Entlassen von Mitarbeitern, wenn die Dinge schlecht laufen, zieht es am Ende dann aber nicht durch. Daher ist es möglich, dass das Gerede darüber seine Art ist, Dampf abzulassen und sich die Loyalität der Mitarbeiter zu sichern.

Es könnte auch eine Weile dauern: Ende der Woche wird Trump seine erste internationale Reise antreten. Dazu kommt, dass es intern die Ansicht gibt, das Drama etwas zu dämpfen, indem die Mitarbeiter weniger Informationszugriffe erhalten, anstatt sie zu entlassen. Die aktuell bestehende Struktur könnte also "noch eine Chance bekommen", so ein zuverlässiger Berater.

Freunde sagen, dass falls Trump zum großen Schlag ausholen würde, dann wäre die damit implizierte Botschaft:

"Ich verstehe. Ich passe mich an. Ich merke, dass ich es besser machen könnte."

Ein Spitzengehilfe fügte an:

"Er wird nie sagen, dass er schlechte Arbeit geleistet hat."

Die Quellen sagen, dass sich Trump nicht nur schlecht beraten fühlt von seinen Mitarbeitern, sondern auch von mehreren seiner Kabinettsmitgliedern. Trump hat zwei Beschwerden hinsichtlich seines Kabinetts: Entweder sie spielen sich zu sehr auf, oder sie bezeichnen ihn nicht genug als brillianten Diplomaten etc. Unter den sich im Fadenkreuz befindlichen Personen sind:

  • Sein Freund Wilbur Ross im Wirtschaftsminiserium, der diese Woche meinte, das Handelsabkommen mit China habe nicht viel neues gebracht, obwohl es allgemein als großer Erfolg erachtet wurde.
  • Der Generalstaatsanwalt Jeff Sessions, der eine große Ankündigung machte hinsichtlich der Verschärfung von Gefängnisstrafen, während Jared gleichzeitig an einer Reform des Strafjustizsystems arbeitet.
  • Gesundheitsminister Tom Prics soll die Schuld tragen für die nicht vom Fleck kommende Gesundheitsreform.

So schnell wird wohl kein Kabinettsmitglied seinen Stuhl räumen müssen, allerdings wirkt eine Umbesetzung im Weißen Haus wahrscheinlich. Eine Hürde bei der Neurekrutierung von Spitzengehilfen besteht darin, Mitarbeiter zu finden, die auf den Präsidenten einwirken können, gleichzeitig aber kein Problem damit haben, Befehle anzunehmen.

Einer der wenigen Spitzenvertreter im Kabinett, die Trumps Lob erhielten ist Außenminister Rex Tillerson, der heute morgen bei "Meet The Press" seinen Chef verteidigte.





Im Original: Scoop: Trump, irked at cabinet and staff, mulls sweeping shake-up

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