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Dienstag, 4. April 2017

Nigerianischer Erzbischof beklagt "mutwillige Zerstörung" von Christen durch Moslems



Der Präsident der nigerianischen katholischen Bischofskonferenz appelierte an die Regierung, "aktiver" beim Verteidigen der Christen zu werden, da es im nördlichen Nigeria immer wieder zu Abscheulichkeiten durch die muslimische Bevölkerung kommt. Von Thomas D. Williams für www.Breitbart.com, 3. April 2017

Im Dezember starben über 800 Menschen, vor allem Christen, bei innerreligiösen Gewalttätigkeiten im Süden des Kaduna Bundesstaates, dem sogenannten nigerianischen Mittleren Gürtel, wo der muslimische Norden des Landes auf den christlichen Süden trifft.

Laut Radio Vatikan haben die muslimischen Fulani Viehtreiber in der Gegend vor kurzem "Abscheulichkeiten" begangen, die mit dem Tod von "tausenden Christen und der Zerstörung von Eigentum in Millionenhöhe" endeten.

Die nigerianische Regierung behauptet, die Todeszahl sei tatsächlich niedriger, als die katholische Kirche angibt.

In einer Stellungnahme sagte Erzbischof Ignatius Kaigama, dass die Bischöfe "ganz besonders traurig über die konstante und mutwillige Zerstörung von Leben und Eigentum" seien und merkte an, dass die interreligiöse Gewalt sich überall im Land ausgebreitet hat und "niemand weis, welche Gemeinschaft als nächstes zum Opfer wird."

Die Krise und Gewalt im südlichen Kaduna hat die ganze Region destabilisiert und "brachte nie dagewesene Härten und Spannungen" für die örtliche christliche Bevölkerung, so Kaigama.

Muslimische Fulani Viehtreiber sind für den Großteil der Gewalt gegen vor allem christliche Landwirte verantwortlich und es wird berichtet, dass auch einige Christen in Vergeltung Morde begangen haben.

Regierungsvertreter versuchten, die religiöse Dimension des Konfliktes herunterzureden und liessen stattdessen vermuten, dass es vor allem um "ethnische" und weniger um religiöse Spannungen gehe. Kaigama sagte:


"Wir leben in einem multiethnischen und multireligiösen und daher komplexen Land.

Deswegen müssen wird permanent an die Vernunft unserer politischen Führer appellieren, damit diese nicht die Interessen einer bestimmten Gruppe vertreten, sondern neutral bleiben und nach Gemeinsamkeiten suchen, die für Einheit, Fairness und Gleichheit im Land sorgen."

Bischof Joseph Bagobiri von Kafanchan gab der Regierung die Schuld an der systematischen Vernichtung der Christen im südlichen Kaduna und merkte an, dass das Überleben schwer sein wird für das Christentum im nördlichen Nigeria. Bagobiri sagte:

"Die Krise hier besteht aufgrund der Art und Weise, wie die Landes- und Bundesregierungen vorgehen und auch wie die Sicherheitsbehörden die Situation handhaben.

Die Wurzel dieser Krise ist die Institutionalisierung dessen, was man als struktruelle Ungerechtigkeit bezeichnen könnte.

Meines Erachtens gibt es eine absichtliche Politik der Ungerechtigkeit, die unser Volk ausschliessen und mit der uns unsere Rechte genommen werden sollen.

Wir als Kirche müssen neue Wege finden, wie wir der Gewalt begegnen können, ohne unseren Glauben zu verlieren.

Es ist unser Gebet, über das Gott uns die Kraft und die Richtung geben wird, damit das Christentum überleben wird, trotz der permanenten Angriffe und der Verfolgung, der wir ausgesetzt sind."

Er fügte an, dass die Menschen in Abwesenheit von Regierungshilfe dem Beten zuwenden würden. Der Bischof sagte:

"Es ist nur Gott, der uns aus unserer gegenwärtigen Situation retten kann.

Unsere Hoffnung in ihn wird nie enttäuscht, da er unser Problem kenn und er wird uns eines Tages helfen, wie er auch dem Volk Israel aus den Händen der Ägypter half."





Im Original: Nigerian Archbishop Calls on Govt to Protect Christians from ‘Wanton Destruction’ from Muslims

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