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Dienstag, 21. März 2017

Nach Verhaftungen wegen Spionage wurde bekannt: China hat 5.000 Spion in Taiwan




Von Joseph Fitsanakis für www.IntelNews.org, 20. März 2017

Ein taiwanesischer Regierungsvertreter teilte mit, dass China eine Armee von über 5.000 Spione in Taiwan aufgebaut hat, von denen viele die Spitzen von Regierung und Industrie unterwandert haben. Der Vorwurf wurde geäußert, nachdem es letzte Woche zwei sensationelle Verhaftungen gab, bei denen es um Spionage für Peking ging. Taiwanesische Spionageabwehrbeamte haben wie berichtet wird einen Personenschützer von Annette Lu, der ehemaligen Vizepräsidentin, verhaftet. Dem Mann, der von den taiwanesischen Medien als Wang Hong-ju bezeichnet wurde, wird vorgeworfen, Zahlungen von seinem chinesischen Führungsoffizier erhalten zu haben, nachdem er ihm Informationen über Frau Lu gab. Dieser Zwischenfall folgte einer anderen Verhaftung in der selben Woche, als ein Chinese verhaftet wurde, von dem angenommen wird, dass er ursprünglich als Student nach Taiwan kam. Zhou Hong-xu wird der Versuch vorgeworfen, mit Geld Vertreter der taiwanesischen Regierung rekrutiert zu haben.

Nach den Berichten über die Verhaftungen zitieren taiwanesische Medien unter Zusicherung der Anonymität einen Offiizellen, der meinte, dass Peking "über etwa 5.000 Personen verfügt", die in Taiwan spionieren. Diese Agenten sollen in dem Inselstaat, auf den China Anspruch erhebt, offenbar "Staatsgeheimnisse sammeln". Der anonyme taiwanesische Offizielle sagte, dass die Behörden in Taipeh seit 2002 nicht weniger als 60 Spionagefälle mit Bezug zu China aufdecken konnten. Weniger als ein Drittel davon soll vor 2009 entdeckt worden sein. Dieses Jahr ist wichtig, da es den Zeitpunkt markiert, als die Kommunikations- und Transportsysteme der beiden Länder nach einer jahrzehntelangen Isolation wieder miteinander verbunden wurden. Die Reisemöglichkeiten für Bürger der beiden Länder in das jeweils andere Land haben sich seit 2009 exponenziell entwickelt. Dies aber gilt auch die Spionagefälle, so der Offizielle.

Auf die Frage nach den Zielen der chinesischen Spionage in Taiwan sagte der Offizielle, dass fast 80 Prozent der identifizierten Spionagefälle durch Pekings Agenten militärische Ziele hatten und sich nur 20 Prozent auf den zivilen Sektor bezogen. Allerdings bedeutet diese Disparität nicht, dass China mehr Interesse an taiwanesischen Militärgeheimnissen hätte. Vielmehr ist es so, dass die taiwanesische Militärabwehr besser ist und daher eine höhere Erkennungsrate hat als der ziviele Bereich des Landes.







Im Original: China has 5,000 spies in Taiwan, says official amidst espionage arrests

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