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Mittwoch, 17. Mai 2017

Dänische Jugendliche (Konvertitin) wird für schuldig befunden, Bombenanschläge gegen Schulen geplant zu haben


Eine als "Kundbymädchen" bekannte 17 jährige wurde in einem der bedeutendsten Gerichtsfälle der letzten Jahre des Terrorismus für schuldig befunden. Von Michael Barrett für www.TheLocal.dk, 16. Mai 2017

Am Dienstagvormittag wurde der Schuldspruch vom Gericht in Holbäk gesprochen, wie die Zeitung Politiken berichtet.

Die 17 jährige wird nun eine Strafe für das Planen von Terroranschlägen in Dänemark erhalten.

Bei der Verlesung des Schuldspruches waren über 50 Personen im Gericht, darunter die Mutter des Mädchens, wie die Zeitung berichtet. Das Mädchen soll das Prozedere emotionslos verfolgt haben. Richter Peder Johs Christensen sagte:


"Die Geschworenen und alle Richter kamen zum selben Schluss."

Laut Gericht hatte das Mädchen, das bei ihrer Verhaftung im Januar 2016 15 Jahre alt war und seit 16 Monaten in Haft sitzt, geplant, zwei Schulen mit Sprengstoff anzugreifen.

Die in Dänemark geborene und aufgewachsene Jugendliche konvertierten 2015 nur wenige Monate vor ihrer ersten Verhaftung zum Islam.

Während der Gerichtsverhandlung, bei der sie sich für unschuldig erklärte, wurde beschrieben, dass es bei ihr in nur wenigen Monaten eine dramatische Veränderung der Interessen gab von Jungen und Einkaufen hin zum Heiligen Krieg.

Sie sagte dem Gericht davor, dass ihr Interesse an der Terrororganisation Islamischer Staat begann, weil sie es "aufregend" fand.

Nach dänischem Recht ist sie jetzt eine Terroristin.

Da Mädchen wird für die Planung von Terroranschlägen gegen zwei Schulen verurteilt werden - ihre eigene ehemalige Schule in Färevejle; und eine jüdische Schule in Kopenhagen.

Nach ihrer Verhaftung letztes JAhr gab es eine Hausdurchsuchung in ihrem Dorf Kundby - von dem sich ihr medialer Name ableitet - in Westseeland, bei der Anleitungen zum Bau von Bomben und dem Herstellen von Sprengstoff gefunden wurden.

Während der 15 monatigen Haft vor dem Prozess schrieb das Mädchen einen langen, teils biografischen, teils fiktionalen Text, in dem sie offenbar die Gedanken hinter ihrer Tat erklärt und in dem sie sich als Vollblutdschihadistin darstellt. Der Text wurde später von der Staatsanwaltschaft als Beweismittel angeführt.

Dazu verwendete die Staatsanwaltschaft ihre Kommunikation in den Sozialen Medien, Briefe und andere Dokumente, von denen sie meinten, das Mädchen würde sich wie jemand geben, der "schnell radikalisiert" wurde, wie Politiken berichtet.

Verteidigerin Stage meinte dagegen, dass das Mädchen keine Absicht hatte, die Anschläge tatsächlich zu begehen, sondern schrieb die Dinge nur, um "aufregend" zu wirken.

Laut Urteilstext wurden die vom Mädchen geplanten Anschläge nur deswegen nicht ausgeführt, weil sie keine Befehle erhielt, die Anschläge gegen die Schulen zu begehen und weil sie verhaftet wurde, bevor sie den Anschlag gegen die jüdische Schule begehen konnte.

Auch wenn die Polizei bei ihr zu Hause Chemikalien fand, mit denen man Bomben bauen kann, so schaffte sie es nicht, welche herzustellen.

Das Gericht urteilte, dass es "einen strafwürdigen Versuch des Terrorismus gab, da es ihre Absicht war, Bomben in zwei Schulen zu bringen, um sie dort zu sprengen".

Das Urteil hätte eigentlich bereits gesprochen werden sollen, allerdings wurde dies verschoben, nachdem die Staatsanwaltschaft neue Beweise vorlegen wollte, obwohl der Prozess eigentlich bereits abgeschlossen war, was relativ ungewöhnlich war.

Darüber wurde später berichtet, dass es bei den neuen Beweisen um Briefe ging, in denen sie ihre Absicht, die Terroranschläge zu begehen noch einmal bekräftigte.

Politiken berichtet, dass das Strafmaß verkündet werden wird, sobald der leitende Staatsanwalt Kristian Kirk und die Verteidigerin des Mädchens Mette Grith Stage ihre Abschlussrede gehalten haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte für das Mädchen eine lebenslange Haft, was nach dänischem Recht möglich ist, falls eine Person eines sehr schweren Verbrechens für schuldig befunden wurde und die Person als eine Gefahr für die Gesellschaft erachtet wird.

Das Stafmaß wird morgen verkündet werden.





Im Original: Danish teenager found guilty of planning to bomb schools

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