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Sonntag, 30. April 2017

Ist es überhaupt möglich, die Wirtschaft bei einem Zusammenbruch zu retten?



Von Martin Armstrong für www.ArmstrongEconomics.com, 30. April 2017

Frage: Gab es jemanden, der beim Zusammenbruch von 1988 oder jenem von 2008 das Weltfinanzsystem gerettet hat? Sie meinen, dass keine Regierung je einen Rat von jemandem annehmen würde. Sie haben auf dem Kapitolshügel gearbeitet und im Kongress ausgesagt und spielten eine Rolle beim Aufbau der G5. Und doch meinen Sie, dass es unmöglich ist eine Krisensituation zu bereinigen, da alles zusammenbrechen und verbrennen muss. Ist dem so, dann heisst das, jeder, der behauptet, er habe die Wirtschaft gerettet oder die Märkte, würde die Unwahrheit sagen.


Antwort: Damals 1985, als ich bei der Geburt der G5 dabei war, habe ich eine Lektion gelernt. Sie gehen immer nur deshalb auf Personen zu, damit sie vorgeben können, eine Expertenberatung eingeholt zu haben, in Wahrheit ist das aber nur ein Kasperletheater. Die Entscheidung ist immer davor schon festgelegt und absolut niemand kann sich melden und sie dahingehend beraten, dass der Zusammenbruch verhindert wird. In diese Richtung gibt es absolut keine Regierung, die irgendwelche Vorkehrungen treffen würde. Der Staat reagiert immer nur auf ein Ereignis - er verhindert es nicht.

Es gibt absolut niemanden, der die Märkte oder die Volkswirtschaft im Augenblick des Zusammenbruchs retten kann - niemand! Was, wenn eine Ansteckung, in Russland beginnt und sie keine russischen Werte verkaufen können und daher sie andere Werte abstossen, um an Bargeld heranzukommen. Ich wüsste daher nicht, wie eine Person oder ein Land einen Zusammenbruch verhindern könnte, der auf eine globale Ansteckung folgt.

Ja, im Jahr 1985 haben sie mehrere Experten einberufen und so getan, als würden sie zuhören, aber keiner davon hat ihnen gesagt, die G5 zu gründen. Ich schrieb damals an Präsident Reagan und beschrieb, warum die G5 die Volatilität verstärken würde und daher scheitern muss. Ich denke auch, dass es etwas weit hergeholt ist, mich als präsidialen Berater zu bezeichnen. Nimmt man an, dass der gegebene Rat befolgt wird, dann gibt es niemanden, der sich als präsidialer Berater bezeichnen kann, da nichts verhindert wird. Natürlich werde ich inmitten des Zusammenbruchs angerufen und um Rat, allerdings kann niemand die Kernschmelze verhindern. Diese dauern sowieso nicht lange an und müssen letztlich durchlebt werden.

Ich schrieb einen Brief an Robert Rubin, in dem ich ihn vor seinem Maßhalteappel für den Dollar warnte, da dies den selben Zusammenbruch wie 1987 verursachen würde. Zurückgeschrieben hat mir dann Tim Geithner, der meinte, sie würden das gar nicht machen. Nur wenige Wochen danach gab es Währungszusammenbruch von 1997.

Es tut mir leid, aber ich glaube nicht mehr daran, dass jemand inmitten eines Zusammenbruchs etwas ausrichten und die Wirtschaft retten kann.






Im Original: Can Anyone Really Save The Economy in a Crash?

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