loading...

Freitag, 16. Dezember 2016

Der angebliche russische Hackerangriff ist nur eine dümmliche Ablenkung - nur, was ist wirklich los..?

Wahlmaschine: (kaputtes) Spielzeug für Wähler

 Für www.WallOfControversy.Wordpress.com, 14. Dezember 2016

Es ist einer der beknacktesten Geschichten, die ich seit langem gehört habe, da aber der Guardian, die Washington Post und sogar Präsident Obama noch immer versuchen, uns ohne jegliche Beweise davon zu überzeugen, dass an den Vorwürfen eines russischen Hackerangriffs etwas dran ist und die Welt dem ganzen Aufmerksamkeit schenken muss, ist es an der Zeit, dass die vernunftorientierten Geheimdienstprofis (VIPS), bestehend aus der Expertise von William Binney und Ray McGovern, das ganze zu entkräften. Sie schreiben:


Unterm Stich ist es einfach so, dass die NSA wissen würde, wo und wie "gehackte" E-Mails von den Servern der Demokraten, Hillary Clinton und anderen durch das Internet geschickt wurden. Dieses Nachvollziehen erfordert manchmal einen genauen Blick auf die Umleitungen, wenn es Zwischenserver gibt, am Ende aber können Sender und Empfänger eindeutig identifiziert werden.

Die unterschiedlichen Wege, mit denen üblicherweise anonymme Sprecher der US Geheimdienstbehörden die Sache zweideutig beschreiben - etwa indem sie sagen "wir vermuten", "wir meinen", "wir schätzen", oder etwas derartiges - zeigt eindeutig, dass es für die E-Mails, die angeblich "gehackt" worden sein sollen, keine Spur gibt, die sich durch das Internet zieht. Angesichts der umfassenden Nachverfolgungsmöglichkeiten der NSA können wir daher schlussfolgern, dass die angeblich gehackten Server der Demokraten und von Hillary Clinton in Wahrheit nicht gehackt wurden.

Die Beweise, die es geben müsste gibt es nicht; andernfalls wären diese mit Sicherheit vorgelegt worden, da dies ohne Gefahr für Quellen und Methoden geschehen könnte. Daher schlussfolgern wir, dass die E-Mails von einem Insider durchgesteckt wurden - wie es auch bei Edward Snowden und Chelsea Manning der Fall war. Solch ein Insider könnte eine Person in einem Regerierungsministerium oder einer Behörde sein, die Zugang zu den NSA Datenbanken hat, oder vielleicht sogar jemand aus der demokratischen Partei.

Ihre Schlussfolgerung ist:

In Bezug auf die Vermutungen der CIA, die gegenüber den Medien geäußert wurden, gilt es festzustellen, dass die CIA in Wahrheit fast vollständig von der NSA abhängig ist, wenn es um Erkenntnisgewinne im Bereich der Kommunikation geht. Daher ist es etwas komisch, wenn die Medien mit seltsamen Geschichten über Hackerangriffe gefüttert werden, für die es keine Beweise gibt. Insgesamt ist es angesichts der uns bekannten Fähigkeiten der NSA völlig unglaubwürdig, dass die NSA jemanden - seien es die Russen oder sonst jemand - nicht identifizieren könnte, der versucht, mit Computerangriffen die Wahl zu beeinflussen.

Hier gibt es ihre ganze und detaillierte Analyse zum nachlesen.

Hinzu kommt Craig Murray, der zu Protokoll gegeben hat, dass der die Identität der Person hinter den Enthüllungen kennt (und man kann sich sicher sein, dass Murray kein Freund von Putin ist):

Craig Murray, der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, der eine enge Verbindung zu Assange pflegt, nannte die CIA Behauptungen "Blödsinn" und fügte an:

"Das ist komplett herbeiphantasiert.

Ich weis, wer sie durchgestochen hat. Ich traf die Person, die es war und es ist sicherlich kein Russe und es ist ein Insider. Es ist eine Enthüllung, kein Hackerangriff; das sind zwei unterschiedliche paar Stiefel."

Der Ausschnitt stammt aus einem Artikel, der von "Damien Gayle und [ähm] Behörden" geschrieben wurde (wobei das "und Behörden" angemessen in grauer Farbe abgedruckt war), und der im Guardian erschien, wobei Murrays Meinung zur CIA in der Sache tief in den Absätzen vegraben war. Und das wars auch schon. Niemand hat seitdem Murrays Ansichten gegengeprüft oder sonstwie seine Aussagen ernstgenommen, nicht zu sprechen davon, dass jemand dem ganzen nachgegangen ist, vielmehr wurde das alles von den Mainstream Medien völlig ignoriert.

Murray hat am 11. Dezember seine Gedanken dazu in einem Artikel auf seinem Blog niedergeschrieben:

Ich musste schon sehr staunen, als die offene Lüge der CIA immer weiter wuchs und sich zur Mediengeschichte entwickelte - offene Lüge, weil die CIA keinerlei Anstalten machte, irgendwelche Beweise vorzulegen. Da waren keine russischen Finger in die Veröffentlichung der E-Mails verwickelt, mit denen Clintons Korruption offengelegt wurden. Und doch hat die Washington Post diesen Blödsinn heute in den USA auf die Titelseite gebracht, der Guardian in Großbritannien und bei der BBC war es die Hauptnachrichtengeschichte. Man kann vermuten, dass es auch bei den amerikanischen Sendern zur Hauptnachrichtengeschichte wird.

Mit der Anwendung von grundlegender Logik aber lassen sich die Behauptungen der CIA widerlegen. Die CIA behauptet, sie "kennt Personen", die darin verwickelt sind. Gleichzeitig ist bekannt, dass die USA unter Obama gnadenlos gegen Whistleblower und ausländische Hacker vorgegangen sind. Wir sollen also glauben, dass obwohl es bei den Präsidentschaftswahlen als der absolut wichtigsten Gegebenheit einen Versuch durch ausländische Mächte gibt, die Wahlen zu beeinflussen und die CIA sogar die Personen kennt, die darin verwickelt sind, es trotzdem keine Verhaftungen oder Ausweisungen gibt, oder es (im Falle Russlands) zu weiteren Sanktionen im Bankenbereich oder gegen Einzelpersonen kommt? Die Nummer stinkt zum Himmel. Die anonyme Qulle behauptet: "Wir wissen, wer es war, es waren die Russen" ist einfach nur eine absolute Frechheit.

Julian hat es klip und klar gesagt, die Enthüllungen stammen nicht von den Russen. Ich habe unzählige Male erklärt, dass es sich nicht um Hacks handelt, sondern es sich um Enthüllungen durch Insider handelt - und zwischen den beiden gibt es einen planetengroßen Unterschied. Und man muss es wieder und wieder sagen, dass hätte Hillary Clinton die Spitze der demokratischen Partei nicht dazu überredet, die demokratischen Vorwahlen zum Nachteil von Bernie Sanders zu manipulieren, hätte sie nicht im Vorfeld der Live-Debatten die Fragen bekommen, um sie gegen Bernie zu verwenden, hätten sie und ihre Familie nicht über die Clinton massive Spenden im Gegenzug zu politischem Einfluss angenommen, hätte sie sich von einigen sehr seltsamen und verstörenden Personen distanziert, dann wäre all das nicht passiert.

Dass die Mainstream Medien weiterhin behaupten können, dass die Enthüllungen durch die "Russen" Clinton die Wahl gekostet haben, während sie gleichzeitig kein Wort darüber verlieren, was die Enthüllungen eigentlich ans Tageslicht gebracht haben ist absolut kafkaesk.

Heute Nachmittag wurde ich von einem Guardian Journalisten angerufen. Das erstaunliche Ergebnis bestand darin, dass für drei ganze Stunden ein Artikel auf der Guardian Startseite zugänglich war, der es tatsächlich die Wahrheit zu dem ganzen CIA Hype beinhaltete.


Hier findet sich der ganze Artikel von Murray [auf deutsch übersetzt, d.R.].


Während die Medien besessen sind von dieser "Falschnachrichtengeschichte" ohne jegliche Substanz, lenken sie die Öffentlichkeit ab von einem damit verbundenen Skandal, den sie in Misskredit bringen, der aber auf völlig solidem Grund steht und für den bereits einige Beweise gesammelt wurden. Das US Wahlsystem ist zutiefst fehlerhaft, was auch Trump wiederholt gesagt hat. Allerdings muss man sich auch fragen, wer von diesen vielen eingebauten Fehlern profitiert und in welcher Weise sich dies auf das Wahlergebnis ausgewirkt hat.

Das Manipulieren von Wahlen ist die Spezialität von Greg Palast. Er hat zuvor schon ernste Pannen bei Wahlen untersucht, mit welchen die Siege von Bush im Jahr 2000 und 2004 sicherstellten. Bei beiden Gelegenheiten wurden Stimmen entweder unterdrückt oder verloren, wobei Palast wieder einmal entdeckte, dass die in dieser Wahl davon betroffenen überwiegend Wähler waren, die in Bezirken mit ethnischen Minderheiten stammen:

Offiziell gewann Donald Trump in Michigan mit 10.704 Stimmen Vorsprung. Allerdings wurden 75.335 Stimmen nie gezählt. Die meisten gingen dabei in Detroit und Flint, Michigan verloren, beides mehrheitlich schwarze Städte.

Wie konnte das passieren. Warens die Russen? Niet! Man braucht keine Russen, um den Republikanern in Michigan zu helfen. Wie genau können 75.000 Stimmen verloren gehen? Sie nennen sie verdorbene Stimmen. Wie verdirbt man Stimmen? Nicht, indem man sie vergisst in den Kühlschrank zu stellen. Die meisten werden wegen den Kästchen verloren. Tausende der Kästchen wurden von den optischen Wahlzettelscannern nicht korrekt gelesen.

Das steht so im neuesten Bericht von Greg Palast. Das ist nur ein Beispiel aus einer Fülle an Pannen, die am Ende dafür sorgten, das Jill Stein eine Neuauszählung in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania forderte - alles Bundesstaaten, in denen Donald Trump nur knapp vor Hillary Clinton lag. Aber wie Palast bei Democracy Now! erklärte, sind auch die Neuauszählungen nicht mehr als eine Travestie:

Anstatt, dass die Neuzählung der angeblich leeren Wahlzettel per Hand vorgenommen wurde sagten sie "Oh, wir lassen sie einfach nochmal durch die Maschinen laufen." Es ist, als würde man auf die Fernsehwiderholung eines Fussballspiels wetten. Sie haben sie einfach nochmal durch die kaputten Maschinen laufen lassen. Das ist nicht nur eine schlechte Methode, die Stimmen zu zählen; es ist auch ein Weg, die Stimmen der Schwarzen außen vor zu lassen.

Und wie die Ermittlungen von Palast auch ergeben, so sind schwarze Stimmen die am meisten von den Maschinenfehlern betroffenen, wodurch sie nun auch durch Methoden maschineller Stimmenunterdrückung entrechtet werden, die übrigens Crosscheck [Gegenprüfung, d.R.] genannt werden:

Nachdem sie meinen Bericht über die Kobach/Koch/Trump Operation las, bei der zehntausende Minderheitenwähler in den Wechselwählerstaaten von den Listen verschwanden und die Ergebnisse sich überraschenderweise in Richtung Trump drehten hat mir die ehemalige Richterin (und nun Kongressabgeordnete) Alcee Hastings mitgeteilt, dass die Verwendung von Crosscheck eine Verletzung von Bundesgesetz ist. Hastings hat zu einer polizeilichen Untersuchung aufgerufen und schrieb als Kongressabgeordnete einen offiziellen Brief, mit dem sie um die Ermittlung bat.

Palast sagte bei Democracy Now!:

Nun, wissen Sie, die Leute suchen die Russen, aber was wir hatten, war eine wahre Jim Crow Wahl. Trump hat beispielsweise in Michigan mit weniger als 11.000 Stimmen Vorsprung gewonnen. Es sieht ganz so aus, als hätten wir etwa 55.000 Stimmen, überwiegend von Minderheiten, die von diesem rassistischen Sytem namens Crosscheck entfernt wurden. Hinzu kommt, dass wir einen Ausfall hatten - und zwar bevor die Gerichte einen vollständigen Stopp der Auszählung in Michigan anordneten, es gab republikanische Bundesstaatsvertreter, die versuchten, die Neuzählung komplett zu sabotieren. [..]

Es gab 87 Maschinen in Detroit, die nicht funktionstüchtig waren. Sie sollten jeweils etwa 1.000 Stimmen zählen. Es geht um eine massive Blockade der schwarzen Stimmen in Detroit und Flint und es wären zweifellos genug, um die Wahl zu drehen.

Ganz ähnlich sah es in Wisconsin aus, wo es beispielsweise viele tausende Stimmen gab, die im Einzugsgebiet von Milwaukee verloren gingen, einem weiteren Gebiet mit großem schwarzem Bevölkerungsanteil.
Die Frage aber ist: Wo sind all die unausgezählten Wahlzettel? Sie wurden in den schwarzen Gegenden nicht ausgezählt, wie in Dearborn, wo es eine große arabische Gemeinde gibt, in den Latinogemeinden. Wenn wir also über das Hacken der Maschinen reden, dann geht es vor allem um die alten Jim Crow Taktiken von damals. Und übrigens, vieles davon ist das Ergebnis aus dem Ende des Wahlrechtsgesetz von 1965 und wir hatten die erste Wahl ohne dieses Wahlrechtsgesetz. Daher sahen wir - und Jill Stein sagte ganz richtig - eine Menge Hackerei. Was sie herausfand war, wie sie sagte, eine weitere Jim Crow Wahl.

Es ist natürlich überhaupt nicht überraschend, dass die Republikaner und Trump aktiv gegen die Neuauszählung vorgegangen sind, während das Verhalten von Obama und den linken Medien und nicht zu erwähnen das von Clinton selbst noch seltsamer war. Anstatt, dass sie Jill Steins Bemühungen unterstützten - was letztlich das einzige war, mit dem das Ergebnis noch angefochten hätte werden können - haben sie stattdessen die Öffentlicheit abgelenkt, indem sie Russland dämonisierten mit dieser schwachsinnigen CIA Erfindung über den Hackerangriff.

Palast ruft nun zu einer umfassenden Aufarbeitung auf, und dass die Menschen sich für ihr Wahlrecht einsetzen:

Nun wir brauchen eine Art Standing Rock für das Wählen. Wir müssen die Wahlrechtsbewegung neugründen, denn wenn Jeff Sessions Generalstaatsanwalt wird müssen wir bereits ermitteln. Ich bin gerade in Washington, weil "18 Million Rising", die asiatisch-amerikanischen Gruppe und der Abgeordnete Hastings von der Kongressvereinigung schwarzer Abgeordneter gemeinsam 50.000 Unterschriften beim Justizministerium vorgelegt haben, um sie dazu zu bringen, eine Untersuchung des rassistischen Crosscheck Systems vorzunehmen, das von Donald Trumps Agenten in 30 Bundesstaaten aufgebaut wurde und mit dem asiatische, schwarze und Latinowähler ausgeschlossen wurden. Bitte eröffnet die Untersuchung jetzt, bevor es ein neues Justizministerium gibt - oder vielleicht wird es dann zu einem Unrechtsministerium.




Im Original: Russian hacking is a silly smokescreen, so what’s behind it…?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

loading...