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Montag, 24. April 2017

In Londons Schulen gibt es einen Anstieg an Säureangriffen, weil Flüssigkeit verspritzen einfacher ist, als mit dem Messer zuzustechen


Die Unterschicht senkt ihre Hemmschwelle mit technischen Mitteln. Von Ian Miles Cheong für www.HeatSt.com, 23. April 2017

In südasiatischen Ländern wie Bangladesh, Indien und Pakistan sind Säureangriffe seit Jahrzehnten eine Normalität. Nun aber verbreitet sich diese unselige Art des Übergriffs auch in London, wo sogar schon 12 Jahre alte Schüler wegen - in der Schule verübten - Säureangriffen verhaftet wurden.

Die Säure hat in den Schulen das Messer als "Waffe der Wahl" ersetzt, weil man diese viel leichter verstecken kann - in einer Wasserflasche abgefüllt kann Säure oder Ammoniak leicht über das Gesicht eines Opfers geschüttet werden, was zu lebenslangen sichtbaren Verbrennungen oder Blindheit führt.

Laut eines Berichts in der Sun ist die Bandenkultur daran schuld, dass Gewalt mit Säure in London mittlerweile so häufig vorkommt, wobei Schüler regelmässig dabei erwischt werden, wie sie Getränkeflaschen voller ätzender Flüssigkeiten zur "Selbstverteidigung" bei sich tragen.

Bei Gesprächen mit der Zeitung sagten Schüler aus London anonym, dass die Kinder üben, was sie als "Dosieren" bezeichnen und auch enhüllte, wie sie an die gefährlichen Substanzen herankommen und sie verstecken.

Ein Jugendlicher, der mit der Sun sprach sagte, die Schüler würden ihre Wasserflaschen mit ätzenden Haushaltsreinigern füllen, die sie dann viel leichter als ein Messer benutzen können, und die auch viel einfacher erhältlich sind. Er sagte der Zeitung, dass er, seitdem er 12 ist, zur Selbstverteidigung eine "Dosis" bei sich trägt. Er sagte:


"Viele Leute bringen es nicht übers Herz, auf jemanden einzustechen.

Es ist viel leichter, jemanden zu bespritzen."

Es gibt wenige Zweifel darüber, dass sich die Gewalt mit Säure immer weiter verbreitet. Im Februar wurde ein Schüler wegen eines Angriffs verhaftet, bei dem er bei einem Fussballspiel in Dagenham in Ostlondon zwei Jugendliche und einen Mann mit einer "gesundheitsgefährdenden Substanz" verätzt hatte. Nur wenige Tage später wurden drei andere Schüler verhaftet für einen Angriff an der Sydney Russell Schule - die ebenfalls in Dagenham liegt.

Davor wurde in diesem Monat bereits ein Paar und ihr zwei Jahre alter Sohn bei einem Säureangriff, der sich in Nordlondon ereignete, verätzt. Der Angriff fand statt, als sie gerade mit ihrem Kind im Kinderwagen einen Spaziergang machten. Der Vater soll bei dem Angriff "lebenseinschneidende" Verletzungen davon getragen haben.

Ein weiterer Säureangriff vom 17. April, der sich in einem angesagten Club in Nordostlondon ereignete, endete damit, dass zwei Nachtschwärmer teilweise erblindet sind und äußere Narben davon trugen. Nach einer landesweiten Suche nach dem Verdächtigen führte die Polizei in einem Villa in Northamptonshire eine Razzia durch, bei der der Hauptverdächtige Arthur Collins gefasst wurde, dessen Partnerin die britische Reality-TV Berühmtheit Ferne McCann ist.

Die Stadtpolizei von London sagt, die Anzahl an Säureangriffen sei stark angestiegen von 261 im Jahr 2015 auf 454 im Jahr danach. Die Behörden arbeiten gegenwärtig mit den Schulen zusammen, um das alarmierende Problem zu bekämpfen.






Im Original: London Schools See Alarming Rise in Acid Attacks by Teens Who Prefer Corrosive Liquids Over Knives

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